Publikationen 2016

Jahrelange Forderungen durchgesetzt!

Jahrelange Forderungen durchgesetzt!

Neufassung der Laufbahn des feuerwehrtechnischen Dienstes!  16.4.2016

Prüfungs-, aber nicht voraussetzungsfreier Aufstieg vom mittleren in den gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst bis A 11 – möglich!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

der Gewerkschaft ver.di Fachgruppe Feuerwehr, ist die Neufassung der LVOFeu, durch den Innen- und Kommunalminister der Landes NRW mit Ergänzungen und Änderungen zu einer Stellungnahme als Spitzenverband für Beamtinnen und Beamte nach § 94 LBG über den DGB NRW, zur Beratung und einer Stellungnahme zugeleitet worden.

Das Präsidium der Fachgruppe hat sich intensiv mit dem neuen  Laufbahnrecht für den feuerwehrtechnischen Dienst beschäftigt.

Dabei begrüßen wir die nachfolgenden Änderungen:

Geeignete feuerwehrtechnische und rettungsdienstliche Kompetenzen, die in anderen beruflichen/dienstlichen, nebenberuflichen oder ehrenamtlichen Tätigkeiten erworben wurden, sollen in größerem Umfang auf den Vorbereitungsdienst angerechnet werden.

Mit der Gewerkschaft ver.di muss nunmehr geklärt werden, wie dieses konkret in der Praxis auszusehen hat. Dabei müssen die ver.di Personalräte in die Beratungen vor Ort eingebunden werden.

Die deutsche bzw. europäische Hochschullandschaft erzeugt zunehmend Abschlüsse, die sich nicht mehr zweifelsfrei einem der Bereiche „Ingenieurwissenschaften“ oder „Naturwissenschaften“ zuordnen lassen. Hier muss mit ver.di eine verbindliche Regelung getroffen werden. Das Innen- und Kommunalministerium NRW denkt darüber nach, z. B. auch pädagogische Abschlüsse für die Ausbildung nach dem NotSanG zuzulassen.

Zu diesem Punkt wird es Gespräche im Ministerium geben. Warum, und mit welchem Ziel, sollen jetzt pädagogische Abschlüsse herangezogen werden?

Prüfungs-, aber nicht voraussetzungsfreier Aufstieg vom mittleren in den gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst bis A 11.

 

Die Entwicklung im mittleren feuerwehrtechnischen Dienst zeigt, dass es inzwischen signifikant viele Dienstposten bei den Feuerwehren gibt, die anhand der zu erledigenden Aufgaben durchaus der Laufbahn des gehobenen feuerwehrtechnischen Dienstes zugeordnet werden können, ohne dass für die Besetzung dieser Stellen für die feuerwehrtechnischen Qualifikationen „Zugführer/-in“ bzw. „Verbandsführer/-in“ aus der regulären Laufbahnbefähigung erforderlich sind.

Das Ministerium könnte sich diese Mindestvoraussetzungen für die prüfungsfreie Verleihung eines Amtes oberhalb von A 9 Z vorstellen: Es müssen die Pflichtmodule der hauptamtlichen Gruppenführerausbildung erfolgreich absolviert werden.  Die entsprechend ausgewiesene Funktion wird seit mindestens 12 Monaten wahrgenommen. Der Aufstieg ist personalplanerisch und stellenplanmäßig in der Hand des jeweiligen kommunalen Arbeitgebers. Der Aufstieg wird bis A 11 (inkl.) begrenzt. Zum Erreichen der Ämter A 12 und A 13 gD-Feu und zum Aufstieg in den höheren Dienst würden aber weiterhin die reguläre Laufbahnbefähigung vorausgesetzt.

 

Ver.di begrüßt die prüfungsfreie Möglichkeit nunmehr aus dem mittleren Dienst in den gehobenen Dienst bis nach A 11 befördert werden zu können.

Die genaue Ausgestaltung wird noch mit der ver.di Fachgruppe Feuerwehr  zu besprechen sein.

Die ver.di Fachgruppe Feuerwehr setzt sich selbstverständlich auch für Verbesserungen im gehobenen und höheren Dienst ein!

Die ver.di Fachgruppe Feuerwehr NRW hat für die Feuerwehren  nachfolgendes erreicht:

  1. Die Ruhegehaltsfähigkeit der Feuerwehrzulage wird mit dem 1. Juli 2016 wieder eingeführt.

  2. Die Lebensarbeitszeit der Feuerwehrmänner und Frauen wird mit dem 60. Lebensjahr festgeschrieben.

  3. Der Prüfungs-, aber nicht voraussetzungsfreie Aufstieg vom mittleren in den gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst bis A 11 kommt.

Ein großartiger Erfolg, für den wir uns seit vielen Jahren eingesetzt haben.

Für weitere Erfolge brauchen wir eure Unterstützung.

Jetzt Mitglied werden und mitarbeiten. Es lohnt sich!

Über die weitere Entwicklung werden wir euch umgehend informieren.

Beste Grüße

Edgar Stary                          Ortwin Bickhove-Swiderski

Vors. ver.di Fachgruppe Feuerwehr NRW            Fachgruppenleiter ver.di Fachgruppe Feuerwehr NRW