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Wenn es in Menden brennt..

Wenn es in Menden brennt..

 

Aktuelle Diskussion und Situation bei der Berufsfeuerwehr Menden

Bei der Berufsfeuerwehr der Stadt Menden besteht schon seit einigen Jahren eine brenzlige Situation. Es wurde schon viel geschrieben und diskutiert. Seit Ende letzten Jahres ist das Fass allerdings übergelaufen.

Folgende Themen belasten die Beschäftigten über das normale Maß hinaus

·         Änderungen und Diskussionen zu den Dienst- und Urlaubsplänen.

·         Unterbesetzungen der Wachabteilungen in einem sehr großen Umfang.

·         Zusätzliche Belastungen durch den Einsatz eines zweiten Verfügers.

·         Unklare Regelungen zum Einsatz der Verfüger in den Wachabteilungen.

·         Hohe Krankenstände.

·         Abwanderung von hervorragend ausgebildetem und hoch motiviertem Personal.

Aufgrund der aufgeführten Problematiken steigt die allgemeine Überlastung und steigt der Krankenstand. Entsprechend gibt es weniger besetzte Fahrzeuge und dem zur Folge ist eine weitere Verschlechterung der Situation zu erwarten.

Und dann sind da noch die vielen Umstrukturierungen, die nicht funktionieren, weil die Mitarbeiter bzw. die Arbeitnehmervertreter nicht oder nicht richtig mit einbezogen werden. Über ihre Köpfe hinweg werden teilweise unsinnige Maßnahmen beschlossen, die in Vorab-Gesprächen als nicht praktikabel hätten entlarvt werden können. Darunter leiden auch die Moral und die Motivation.

Deutlich ist, es wird mehr Personal benötigt und zwar schnell. Wir sehen, dass der Sicherheitsstandard für die Beschäftigten aber auch für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Menden mit dem zurzeit vorhandenem Personal nicht sichergestellt werden kann.

In diesem Zusammenhang machen wir auch auf die Fürsorgepflicht des Dienstherrn gegenüber dem Beamten aufmerksam. Die Planbarkeit des Dienstes, die Voraussehbarkeit von einer Überschreitung der 48 Stunden-Woche im Einzelfall, die Beachtung von Art. 6 GG hinsichtlich der Regelung eines geordneten Familienlebens.

Wir wollen für diese unbefriedigende und für die Beschäftigten sehr belastende Situation gemeinsam Lösungen finden. Dies funktioniert häufig besonders gut, wenn verschiedene Fachleute miteinander ins Gespräch kommen.

ver.di erwartet, dass der Bürgermeister und die Verantwortlichen im Bereich der Feuerwehr einen gemeinsamen Gesprächstermin mit dem Landesvorsitzenden NRW ver.di Fachgruppe Feuerwehr, Edgar Stary wahrnehmen. Des Weiteren werden wir den zuständigen Landtagsabgeordneten im Innenausschuss anfragen, ob er diesen Termin nutzen will, um die Situation der Berufsfeuerwehr vor Ort zu betrachten.

Wir sind nicht bereit, weiterhin eine Gefährdung von Bürgerinnen und Bürgern und des Personals tatenlos hinzunehmen.

Falls es wieder Erwartens nicht zu einem Gesprächstermin kommt, behalten wir uns vor gemeinsam mit unseren Mitgliedern die Bürgerinnen und Bürger durch Aktionen in Menden zu informieren.

Wir berichten weiter...

Freundliche Grüße

 

Edgar Stary                                                             Ina Hecht

Landesvorsitzender                                                Gewerkschaftssekretärin

NRW ver.di Fachgruppe Feuerwehr                      Fachbereich Gemeinden